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  • Leipziger Volkszeitung

Freundschaft und ein Schuss Rivalität


Bild Christian Modla

Zum Auftakt der Tennis-Ostliga kommt es am Sonntag zum Leipziger Derby zwischen dem LTC und Titelverteidiger RC Sport

LEIPZIG. Es wird viel gelacht, geflachst und gescherzt beim Lvz-termin vor dem Start der Tennissaison – ab und zu auch mal ein wenig gestichelt. Jeder Außenstehende merkt sofort: Die Spieler vom Elsterwehr (TC RC Sport) und vom Sportforum (LTC 1990) verstehen sich sehr gut. „Aber natürlich ist da auch eine gewisse Rivalität“, stellt LTC-MANN Toni Pflug klar. Beide Teams treffen zum Start der Ostliga am morgigen Sonntag (11 Uhr) am Sportforum aufeinander, beide wollen – natürlich – gewinnen.

Der Auftakt gibt eine Antwort auf die Frage: Wer kommt nach dem langen Winter am besten unter Freiluft-bedingungen aus den Startlöchern? RC Sport konnte traditionell als erster Leipziger Verein auf einen Teil seiner Plätze, aufgrund des späten Frostes aber erst Mitte April, also zwei Wochen später als gewohnt.

Die Ltc-cracks reisten wie so oft für fünf Tage ins Trainingslager nach Kroatien. „Leider konnte ich nicht dabei sein, weil ich mir einen Magen-darm-virus aus Ägypten mitgebracht hatte“, bedauert Christoph Klamann: „Aber ich habe danach im Trai- ning viel aufholen können.“Nicht nur Tennis stand in Kroatien auf dem Programm. Beim internen Mountainbike-wettkampf machte Maximilian Engshuber unliebsame Bekanntschaft mit einem Baum – zum Glück ging der Crash glimpflich ab.

Für viele Akteure beider Teams gilt es mittlerweile als Luxus, öfter als zwei Mal pro Woche auf dem Tennisplatz zu trainie- ren. Toni Pflug und Rc-sport-kapitän Tim Wittig spüren besonders, wie schwer es fällt, die alte Stärke bei Aufschlag, Return, Volley oder Rückhand Slice auf den Platz zu bringen. Nach ihrem Medizinstudium stehen beide tagtäglich in der Klinik ihren Mann – der eine in Borna, der andere an der Uni Leipzig. „Besser werden wir nicht mehr. Aber jeder von uns versucht, sein Niveau so gut es geht zu halten. Ich bin froh, wenn ich noch Zeit zum Joggen finde – ohne Kondition geht es ja nicht“, sagt Toni Pflug. Ähnlich geht es in beiden Klubs fast allen Ostliga-spielern, die nach dem Studium nun im Berufsleben Fuß fassen.

Die jungen Akteure wie Josef Abu Baker (RC Sport) machen dagegen gerade einen Leistungssprung. Doch ausgerechnet der 21-Jährige steht in der siebenwöchigen Teamsaison nicht zur Verfügung, weil er kurzfristig ein lukratives berufliches Engagement in Kiew angetreten hat.

Was ist drin in diesem Jahr? Platz eins (RC Sport) und zwei (LTC) von 2017 zu wiederholen, wäre sicher ein Traum, gilt aber nicht als realistisch. Tim Wittig meint: „Es wird eng. Tennis ist nach wie vor die einzige Sportart, wo man im Mittelfeld der Tabelle abstiegsgefährdet ist.“Dass die Liga von zehn auf acht Mannschaften reduziert wurde und zwei Berliner Teams ihre Bundesliga-reserve aufbieten, sei kein Vorteil für die Sachsen. „Diese Gegner trainieren doppelt so viel wie wir, da müssen wir einiges über Erfahrung wettmachen.“

Ltc-„riese“Georg Matschke sagt: „Unser Ziel ist der Klassenerhalt.“Sein Kapitän Tore Waldhausen formuliert es so: „Wichtig ist, dass wir wieder unseren Teamgeist auf den Platz bringen. Wir werden unser Bestes geben und hoffen, dass der eine oder andere Sieg herausspringt.“Dass der 27-Jährige wegen einer langwierigen Rückenverletzung kein Spiel bestreiten wird, hat den Ltc-männern in der Vorbereitung ganz schön zugesetzt. Waldhausen war mit in Kroatien. „Ich habe es versucht und gehofft, dass wenigstens ein Einsatz im Doppel möglich ist. Nun freue ich mich, die Jungs zu betreuen.“

Bislang sei es für den LTC keine Option, die in der Liste stehenden Gastspieler aus Brasilien oder Argentinien einfliegen zu lassen. RC Sport dagegen setzt auf die bewährte Mischung aus Leipzigern sowie Tschechen und Italienern – daher sind die Gäste morgen wohl leicht favorisiert. Fast alle tippen auf ein enges Match, die meisten prophezeien ein 5:4. Der LTC will seinen Heimvorteil nutzen – wie auch immer er ausschaut.

Frank Schober (LVZ)

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